Leitung und Organisation des SternenelternTreffs
Ich bin Ivonne und meine Sternenkinder sind im November 2018 geboren. Im Dezember war ich dann mit meinem Freund bei dem offenen Sternenelterntreff von Anja (Gründerin dieser Selbsthilfegruppe). Ihm hat es auch sehr gut gefallen, über unseren Verlust reden zu können. Es tat sehr gut, Geschichten von anderen Sternenmamas zu hören. So fühlte ich mich verstanden, nicht mehr allein mit meiner Trauer.
Mit Anja blieb ich im Kontakt und so war ich dann auch ein Jahr später im November 2019 beim ersten SternenelternWorkshop dabei. Wir waren 6 Frauen mit ganz unterschiedlichen Geschichten. Neben dem Austausch über das Thema Trauer und wie wir damit umgehen, bekamen wir eine Einführung in Qigong und eine Klangentspannung. Es war ein sehr schöner und wunderbar entspannter Tag.
Es ist so schön, dass Anja diese Selbsthilfegruppe ins Leben gerufen hat. Darum entschied ich mich dann auch sie zu unterstützen und mit ihr zusammen (seit 2020) beim Sternenelterntreff neue Sternenmamas und ihre Geschichten kennenzulernen. Seit November 2024 leite und organisiere ich den Sternenelterntreff mit Philip.
Beim Sternenelterntreff sitzen wir am Abend in einer guten und angenehmen Umgebung zusammen, reden über das Erlebte und alle können ihre Erfahrungen, Gedanken und Gefühle einbringen und offen ausdrücken. Darum liegt mir der Sternenelterntreff sehr am Herzen und ich freue mich dies Unterstützung anbieten zu können.
Ich bin Philip, Sternenkind-Papa, Feuerwehrmann und Rettungssanitäter. Unsere große Tochter ist im Januar 2023 geboren und mit 15 Monaten mussten wir sie bereits gehen lassen. Um diesen schweren Verlust besser verarbeiten zu können, habe ich und meine Frau gemerkt, dass es uns hilft mit anderen Betroffenen reden zu können. Da hat meine Frau die Gruppe von Ivonne gefunden, die Anmeldung ging unkompliziert und mit schneller Antwort. Am Anfang war ich unsicher, weil ich der einzige Mann in der Runde war, aber die Sorge war unbegründet. Jeder war begeistert, dass ein Mann auch Anteil nimmt und sich austauschen möchte. So habe ich für mich am Ende entschieden, nicht nur im Ehrenamt der Freiwilligen Feuerwehr zu engagieren sondern auch in der Trauerbegleitung. Somit unterstütze ich seit November 2024 Ivonne bei dem Sternenelterntreffen. Ich freue mich euch und eure Gedanken, Gefühle und Erlebnisse aufmerksam zu zuhören. Dazu hoffe ich mehr Männer zu animieren bei den Treffen dabei zu sein, sowie mich mit anderem Papas auszutauschen zu können.
Denn wir sind alle Eltern, egal was passiert ist.
Irgendwann entstand das Bedürfnis mich mit anderen Sterneneltern auszutauschen. Auf meiner Suche nach einer Selbsthilfegruppe ist mir aufgefallen, dass es bisher in Leipzig und Umgebung keine zu geben scheint.
Zum Glück gibt es andere Arten von Angeboten in unserer Stadt, aber das war nicht das, was ich brauchte.
Im Frühling 2018 reifte dann die Idee, selbst einen Raum für Eltern von Sternenkindern und Schmetterlingskindern zu schaffen. Im Juni 2018 war es dann soweit, der Ort für unsere Treffen war gefunden und ich konnte einmal im Monat einen Abend zum Austausch anbieten. Seitdem habe ich wunderbare Menschen kennengelernen dürfen, die ihre besonderen, einzigartigen Geschichten mit mir geteilt haben. Ich bin sehr dankbar jedesmal und auch bei mir heilt dann immer wieder ein Anteil. Inzwischen konnte ich auch die Finanzierung über eine Förderung sichern, so dass das Angebot kostenlos ist. Auch das freut mich sehr.
Durch die Leitung der Selbsthilfegruppe wurde mir immer klarer, dass ich für die Begleitung der Sterneneltern gern Werkzeuge hätte und so ließ ich mich 2019/2020 von der wunderbaren Maria Förster im Institut Sven Krieg in einem mehrmonatigen Kurs zur Trauerbegleiterin ausbilden. Durch dieses erworbene Wissen kann ich den SternenelternTreffs und den Workshops einen tragenderen Rahmen geben. Und es führte mich zu meiner Berufung, so dass ich seit Ende 2020 als selbstständige Trauerbegleiterin in meiner eigenen Praxis arbeiten kann und mich damit mit den Sterneneltern in Einzelbegleitungen auf Ihren ganz eigenen Trauerweg begeben kann.
Ich bin gespannt, was sich weiter entwickeln wird und wie mein Projekt weiter wächst. Meine Vision ist es, mehr sichtbare Angebote und Informationen für verwaiste Eltern anbieten zu können. Mein Wunsch ist eine transparente Informationsplattform und vielleicht die Vernetzung aller Einrichtungen und Organisationen, die sich für Eltern von Sternenkindern in Leipzig und Umgebung einsetzen.
Nun freue ich mich auf offene Gespräche mit Euch, auf Euer Mitwirken und darauf, unseren Sternenkindern und Schmetterlingskindern einen besonderen Raum geben zu können!
Von Herzen Anja Kater
Gern können Sie unter der Email [email protected] mit uns Kontakt aufnehmen.
