Unsere Angebote

Praxis Herzensweg Anja Kater

 

Liebe Sterneneltern,

im Frühling 2020 habe ich meine Ausbildung zur Trauerbegleiterin beendet und mich im November 2020 auf meinen "Herzensweg" gemacht.

Ich möchte Ihnen anbieten, Sie auf Ihrem Weg der Trauer um Ihr Sternenkind durch Mitgefühl, Intuition und Erfahrung zu begleiten.

Im Einzelsetting oder in einer angeleiteten Gruppe mit festen Teilnehmern können wir gemeinsam Ihrem ganz eigenen Weg folgen.

Ich biete Ihnen einen geschützten Raum und Sie können sich bewusst Zeit für Ihre Trauer um Ihr Sternenkind nehmen, abgekoppelt vom sonstigen Alltag und nur für Sie und Ihre speziellen Bedürfnisse.

 

Schauen Sie sich gern um auf meiner Website www.herzensweg-anjakater.de und folgen Sie Ihrem Herzen.

 

Alles Liebe Anja Kater

Online-Gruppe 2021 - "Kinderwunsch gemeinsam loslassen"

Seit Oktober 2020 bin ich, Ivonne Urban, in der seit Ende 2019 bestehenden Selbsthilfegruppe in Leipzig: "Ungewollt kinderlos". Ich habe festgestellt, dass wir uns jetzt öfter trauen, auch in unserem privaten Umfeld über unsere "ungewollte Kinderlosigkeit" und "Sternenkinder" zu reden und das macht uns stark. Wir sind eine kleine Gruppe und treffen uns einmal im Monat in einem angemieteten Raum in Leipzig.

 

Um weiteren ungewollt kinderlosen Frauen/Männern/Diverse den Austausch zu ermöglichen habe ich zusätzlich eine Online-Gruppe "Kinderwunsch gemeinsam loslassen" im Juli 2021 ins Leben gerufen.

 

Die Treffen finden nur über WhatsApp-Video statt und für terminliche Absprachen gibt es eine WhatsApp-Gruppe. Einmal im Monat findet die Gruppe statt und die Themen gebe ich vor dem Treffen in der WhatsApp-Gruppe bekannt. Somit kann man vorher entscheiden, ob einen das Thema interessiert und man darüber sprechen möchte.

 

Ich suche nicht mehr nach neuen Wegen, um schwanger zu werden, sondern nach Wegen, um mit meiner Situation glücklich zu sein, mich gesellschaftlich verstanden zu fühlen und darüber tauschen wir uns aus.

Meldet euch gern über die Emailadresse post@mein-sternenkind-leipzig.de und teilt mir eure Telefonnummer mit. Ich kontaltiere euch dann über WhatsApp.

Kinderlos ist nicht gleich kinderlos - Eine Petition von Ivonne Urban

Ivonne Urban ist Mitorganisatorin der Selbsthilfegruppe Mein Sternenkind Leipzig und und möchte mit ihrer Petition auf die Erhöhung des Pflegebeitrags für Kinderlose und damit auch für ungewollt Kinderlose aufmerksam machen. Sie möchte eine Differenzierung und damit einen Zusatzeintrag „ungewollt Kinderlose“ im Sozialge­setz­buch erreichen und damit die Sichtbarkeit von ungewollt Kinderlosen in der gesellschafftlichen Wahrnehmung steigern.

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Am Samstag den, 12.06.2021 erschien folgender Beitrag über ihr Projekt in der taz - https://taz.de/Archiv-Suche/!5774658&s=kinderlos&SuchRahmen=Print/

 

Kein Minister sorgt zur Zeit für so viel Diskussion wie Gesundheitsminister Jens Spahn. So auch beim Thema Pflegeversicherung und der geplanten Mehrbelastung für Kinderlose. Um 0,1 Prozentpunkte soll der Beitrag für Kinderlose steigen, in vielen Medien wie auch auf Social Media wurde das kommentiert. Besonders im Fokus: Ungewollt Kinderlose.

Auch Ivonne Urban ist ungewollt kinderlos und wünscht sich, dass seelische Belastungen der Betroffenen gesellschaftlich wahrgenommen werden: „Wenn nur von Kinderlosen gesprochen wird, wächst der Druck auf diejenigen, die eigentlich Kinder kriegen wollen.“ Deshalb hat die 41-jährige Leipzigerin Anfang dieser Woche eine Petition gestartet: „Pflegebeitrag für Kinderlose – Differenzierung ‚ungewollt kinderlos‘ und ‚kinderlos‘ im Sozialgesetzbuch“.

 

Seit Tagen steht sie früher auf und setzt sich auch nach der Arbeit als Bauingenieurin an den PC, um auf Instagram für ihre Petition zu werben und mit Nut­ze­r:in­nen zu diskutieren. Bis Freitag haben 140 Menschen die Petition unterschrieben.

 

Die Unterscheidung zwischen „kinderlos“ und „ungewollt kinderlos“ ist für Ivonne Urban ein Unterschied, den sie schriftlich haben möchte: „Es ist okay, wenn man keine Kinder will. Aber ungewollt Kinderlose wollen aktiv schwanger werden. Das sollte angesprochen werden.“ Weil das oft nicht der Fall ist, fühlen sich Urban und andere ungewollt Kinderlose stigmatisiert: „Man fühlt sich nur von den Betroffenen, die die gleichen Schicksale erlebt haben, verstanden.“

 

Urban selbst versucht seit ihrem 22. Lebensjahr Kinder zu bekommen. Mit 38 wurde sie mit Zwillingen schwanger. Sie starben im vierten Monat: „Das war ein großer Wendepunkt in meinem Leben“, sagt Urban. Sie versteht sich als Sternenmutter, die Kinder als Sternenkinder – Kinder, die vor, während oder früh nach der Geburt starben.

 

Ivonne Urban erzählt, dass sie oft Stummheit begegnete, wenn sie davon erzählte: „Oft wussten meine Gesprächspartner nicht, was sie sagen sollten. Das hat mich wütend gemacht. Bis ich verstanden habe, dass da eine Hilflosigkeit ist. Wir gehen mit dem Thema Tod und Trauer nicht so richtig um in der Gesellschaft.“

 

Deshalb spricht sie jetzt offensiver darüber: „Wenn mich jemand fragt, ob ich Kinder habe, antworte ich, dass ich Sternenmama bin. Dass das okay ist und ich mich gerne mit dem Thema Tod und Trauer beschäftige, weil es wichtig ist, dass wir das in unser Leben integrieren.“ Urban machte damit gute Erfahrungen und erhofft sich von der Petition, dass sie die Anerkennung von ungewollt Kinderlosen erhöht. Was sie explizit nicht möchte, ist eine Änderung des Pflegebeitrags.

 

Auf ihre Petition reagierten viele verletzend, sagt Ivonne Urban: „Eine Person aus dem näheren Umfeld ist der Meinung, dass ich das nicht medial diskutieren sollte, sondern in internen Gruppen.“ Dabei engagiert sich Urban bereits in zwei Selbsthilfegruppen, hört zu, tröstet und spricht Mut zu. „Dass diese Person so reagiert, bedeutet für mich: Die Betroffenen sollen unter sich bleiben und die Öffentlichkeit damit nicht belasten.“

 

Immer wieder höre sie auch von anderen Kinderlosen, dass sie verletzende Kommentare erreichen: „Selbst wenn das Gesetz nicht geändert wird, habe ich vielleicht trotzdem die Öffentlichkeit erreicht“, sagt Urban.

 

Nicole Opitz

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Unter diesem Link https://www.openpetition.de/!tnpyw gelangen Sie direkt zur Petion und zur Möglichkeit, diese durch Ihre Unterschrift zu unterstützen.